Muttertag, Valentinstag oder Vatertag: Wem schenkt Deutschland am meisten Liebe?


Blumen sind die Sprache der Emotionen, doch für wen lassen die Deutschen am liebsten die Kassen klingeln? Wir haben die Verkaufsdaten für die großen Ehrentage des Jahres analysiert. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Mutter bleibt die unangefochtene Nummer eins im Herzen der Nation.

Das Duell der Giganten: Muttertag vs. Valentinstag

Während der Valentinstag oft im Rampenlicht steht, zeigen die Zahlen, dass die Dankbarkeit gegenüber den Müttern finanziell noch stärker gewichtet wird. Der Muttertag generiert rund 30 % mehr Umsatz als der Valentinstag. Während der Tag der Liebe bereits beachtliche Summen erzielt, setzen die Deutschen am Muttertag noch einmal deutlich einen drauf.

Der Vatertag: Ein stiller Beobachter

Im krassen Gegensatz dazu steht der Vatertag. Die Ausgaben für florale Grüße zum Vatertag machen im Vergleich zum Muttertag lediglich einen verschwindend geringen Bruchteil aus. Es scheint, als würden Väter in Deutschland eher auf andere Weise gefeiert werden.

Regionale Hochburgen der Muttertags-Liebe (Top 5 Regionen)

Wo werden Mütter am meisten verwöhnt? Ein Blick auf die Transaktionen zeigt eine klare Verteilung:

• Nordrhein-Westfalen: Spitzenreiter mit ca. 18 % aller regionalen Bestellungen

• Bayern: Dicht auf den Fersen mit rund 17 %.

• Hessen: Stolze 14 % der Muttertags-Grüße entfallen auf dieses Bundesland.

• Niedersachsen: Mit ca. 12 % auf dem vierten Platz.

• Baden-Württemberg: Rund 12 % sorgen hier für eine blumige Überraschung.

Herzschlag der Städte: Wer beschenkt wen am liebsten?

Unsere Analyse der Top-Städte zeigt faszinierende Unterschiede in der Schenkkultur. Wir haben den Anteil jeder Stadt am Gesamtvolumen des jeweiligen Tages berechnet, um herauszufinden, wo die Prioritäten der Deutschen liegen.

Berlin: Die unangefochtene Hauptstadt der Blumen

Berlin dominiert das Geschehen in allen Kategorien. Die Hauptstadt ist für fast 19,83 % aller bundesweiten Valentinstags-Bestellungen und knapp 19,42 % aller Muttertags-Bestellungen verantwortlich. Auch beim Vatertag liegt Berlin mit 22,86 % der (insgesamt geringen) nationalen Bestellungen einsam an der Spitze.

München vs. Hamburg: Romantik gegen Tradition

Der Blick auf die lokalen Daten offenbart eine spannende Spaltung zwischen Nord und Süd. München präsentiert sich als echtes Pflaster für Verliebte: Mit 14,36 % aller Valentinstags-Transaktionen liegt die bayerische Landeshauptstadt deutlich vor ihrem Anteil am Muttertag, der bei 7,92 % liegt. Wer in München lebt, investiert also überproportional in die romantische Liebe. Hamburg zeigt sich hier wesentlich ausgeglichener: Die Hansestadt trägt mit 10,98 % signifikant zum Valentinstags-Volumen bei, bewahrt aber mit einem Anteil von 9,90 % am Muttertag eine fast perfekte Balance zwischen Romantik und Familientradition.

Die Muttertags-Helden: Leipzig und Chemnitz

In Sachsen wird die Mutterliebe traditionell besonders großgeschrieben. Dies spiegelt sich eindrucksvoll in den Zahlen von Leipzig und Chemnitz wider. Leipzig trägt stolze 5,78 % zum gesamten deutschen Muttertags-Aufkommen bei, während der Anteil am Valentinstag mit 2,72 % nicht einmal halb so hoch ist. Ein fast identisches Bild zeigt sich in Chemnitz: Einem starken Anteil von 2,55 % am Muttertag steht ein eher verhaltenes Interesse am Valentinstag von lediglich 1,03 % gegenüber. In diesen Städten ist die mütterliche Bindung floral gesehen der romantischen Liebe weit voraus.

Städte-Ranking: Anteil am Gesamtvolumen (Auswahl)

Stadt

Anteil Valentinstag

Anteil Muttertag

Anteil Vatertag

Berlin

19,83 %

19,42 %

22,86 %

München

14,36 %

7,92 %

9,00 %

Hamburg

10,98 %

9,90 %

6,00 %

Leipzig

2,72 %

5,78 %

3,00 %

Dresden

2,23 %

4,95 %

18,00 %

Frankfurt

3,90 %

3,11 %

0,00 %

Die große Vatertags-Lücke

Während Muttertag und Valentinstag die Städte zum Blühen bringen, bleibt der Vatertag eine lokale Besonderheit. In Metropolen wie Frankfurt, Stuttgart oder Dortmund liegt der Anteil bei 0,00 %. Es scheint fast so, als wäre der Vatertag in den Köpfen der Deutschen (noch) nicht mit Blumen verknüpft – vielleicht, weil man beim klassischen „Bollerwagen-Ausflug“ eher an Kaltgetränke als an Kaltnadel-Rosen denkt. Dass Blumen und Väter für viele nicht sofort zusammenpassen, spiegelt sich deutlich in den Daten wider.

Eine bemerkenswerte Ausnahme bilden jedoch Berlin und Dresden: Diese Städte sind für 24,24 % bzw. 18,18 % aller nationalen Vatertags-Blumengrüße verantwortlich. Damit liegen diese Werte sogar über ihrem jeweiligen Anteil am Muttertag, was beweist, dass man in der Hauptstadt und in Sachsen das Klischee vom „blumenlosen Vater“ bereits erfolgreich bricht.

Was haben wir gemacht?

Für diese Analyse hat Euroflorist die internen Verkaufsdaten für den Zeitraum Mai 2026 ausgewertet, um das Schenkverhalten rund um den Muttertag, Valentinstag und Vatertag in Deutschland tiefgreifend zu verstehen. Dabei wurden die Gesamtumsätze sowie die Anzahl der Transaktionen auf regionaler Ebene und für über 30 deutsche Großstädte isoliert betrachtet. Um die Vergleichbarkeit zwischen den Städten zu gewährleisten, haben wir die Daten in prozentuale Marktanteile umgerechnet, die zeigen, welcher Anteil des nationalen Gesamtvolumens am jeweiligen Aktionstag auf die einzelne Stadt entfällt.