Mit Blumen und Pflanzen wird der Balkon erst richtig gemütlich. Du kannst sie gießen, beobachten, wie sie nach und nach erblühen, ihre Farben genießen und dich über Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten freuen, die sie anlocken. So wird aus deinem Balkon im Handumdrehen eine kleine grüne Oase.
In diesem Ratgeber erfährst du, welche Pflanzen am besten zu den Bedingungen auf deinem Balkon passen.
Auf einem sonnigen Balkon kann es schnell sehr heiß werden. Empfindliche Pflanzen kommen damit oft nicht gut zurecht. Robuste Arten wie Geranien oder Lavendel hingegen fühlen sich bei direkter Sonne und Wärme besonders wohl – vorausgesetzt, sie werden richtig gepflegt.
Petunien haben trichterförmige Blüten in Rosa, Violett, Rot oder Weiß. Besonders in Balkonkästen und Hängeampeln kommen sie schön zur Geltung, da ihre Blüten üppig über den Rand wachsen. Bei regelmäßigem, aber mäßigem Gießen bleiben sie bis weit in den August hinein attraktiv.
Lavendel ist ein echter Klassiker, wird aber als Balkonpflanze häufig unterschätzt. Dabei liebt er Wärme und direkte Sonne und zieht mit seinen duftenden Blüten zahlreiche Bienen und andere Bestäuber an. Auch außerhalb der Blütezeit bleibt sein graugrünes Laub dekorativ. In der Regel reicht es, ihn einmal pro Woche gründlich zu gießen.
Mit ihren kräftigen gelben, orangefarbenen und roten Blüten sorgen Studentenblumen, auch Tagetes genannt, sofort für gute Laune. Sie blühen meist von Juni bis zum ersten Frost im Herbst. Entfernst du verwelkte Blüten regelmäßig, bilden sich immer wieder neue. Im Sommer sollten sie etwa zwei- bis dreimal pro Woche gegossen werden.
Geranien gehören zu den beliebtesten Balkonblumen. Sie begeistern mit leuchtenden Blüten, leicht gewellten Blättern und einem kompakten, buschigen Wuchs. Je nach Wetter reicht es häufig aus, sie etwa einmal pro Woche zu gießen. Ihre Blütezeit reicht meist von Ende Mai bis in den November.
Auch ein Balkon ohne direkte Sonne kann farbenfroh und lebendig gestaltet werden. Wichtig ist lediglich, Pflanzen zu wählen, die sich im Schatten oder Halbschatten wohlfühlen und dort nicht verkümmern.
Begonien blühen meist ab Juni und bleiben bis in den September hinein schön. Wenn du verwelkte Blüten regelmäßig entfernst, verlängerst du die Blütezeit zusätzlich. Sie sollten etwa zwei- bis dreimal pro Woche gegossen werden. Besonders dekorativ sind ihre glänzenden Blätter und die üppigen, rosenähnlichen Blüten.
Fuchsien sind für ihre auffälligen, herabhängenden Blüten bekannt. Sie mögen gleichmäßig feuchte Erde und sollten regelmäßig gegossen werden. Trocknet der Wurzelballen zu stark aus, können die Blätter gelb werden und die Pflanze beginnt zu welken. Bei guter Pflege blühen Fuchsien bis weit in den September hinein.
Farne bilden zwar keine Blüten, bringen dafür aber viel frisches Grün auf den Balkon. Mit ihren feinen, gefiederten Blättern schaffen sie eine natürliche, fast waldartige Atmosphäre. Besonders schön wirken sie, wenn sich ihre Blätter leicht im Wind bewegen und dem Balkon eine weiche, lebendige Struktur verleihen.
Einige Pflanzen kommen mit Wind erstaunlich gut zurecht und überstehen auch stärkere Böen, ohne sofort Blätter oder Blüten zu verlieren. Trotzdem solltest du sie nach Möglichkeit etwas schützen, zum Beispiel mit einem Sichtschutz, einer Rankhilfe oder einem Balkongitter.
Fetthennen, auch Sedum genannt, sind robuste Sukkulenten mit dicken Blättern und kleinen sternförmigen Blüten. Sie eignen sich hervorragend für windige Balkone und benötigen nur wenig Pflege. Die Blüten erscheinen meist im Spätsommer und Herbst, während das dekorative Laub oft das ganze Jahr über erhalten bleibt.
Storchschnabel ist robuster als viele klassische Geraniensorten. Die Pflanze besitzt flexible Stiele und schalenförmige Blüten. Sie blüht meist von Mai bis September. Schneidest du sie nach der ersten Blüte zurück, kann sie ein zweites Mal austreiben. Im Sommer sollte sie etwa zweimal pro Woche gegossen werden.
Ziergräser bringen Bewegung und Struktur auf den Balkon. Sorten wie Phormium überzeugen mit festen, aufrecht wachsenden Blättern, während das Federgras Stipa tenuissima besonders leicht und luftig wirkt. Beide kommen sowohl mit Sonne als auch mit Halbschatten zurecht und müssen meist nicht häufiger als einmal pro Woche gegossen werden.
Du bist häufig unterwegs oder vergisst gelegentlich das Gießen? Dann sind pflegeleichte Pflanzen wie Sukkulenten, robuste Stauden oder Kakteen eine gute Wahl.
Hauswurz und Echeverien besitzen dicke, fleischige Blätter in Grün-, Grau- oder Violetttönen. Sie speichern Wasser und kommen deshalb mehrere Wochen ohne zusätzliches Gießen aus. Da sie nur langsam wachsen, lohnt es sich, für eine sofortige Wirkung bereits etwas größere Pflanzen zu wählen.
Das Purpurglöckchen, auch Heuchera genannt, ist eine halbimmergrüne Pflanze, die sich besonders im lichten Schatten oder bei milder Morgensonne wohlfühlt. Meist reicht es aus, sie höchstens einmal pro Woche zu gießen. Auch vorübergehend trockene Erde verträgt sie gut, und ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Ihre zarten Blütenstände erscheinen von Mai bis Juli.
Auch ein Strauß vom Floristen kann für einige Tage auf dem Balkon stehen. Voraussetzung ist, dass er einen schattigen, windgeschützten Platz bekommt. Unter guten Bedingungen halten Schnittblumen dort ungefähr eine Woche, häufig jedoch etwas kürzer als in Innenräumen.
Nelken gehören zu den robustesten Schnittblumen. Ihre festen Stiele und widerstandsfähigen Blütenblätter vertragen Wärme und etwas Sonne besser als viele andere Blumen. Bei starker Hitze können sie dennoch schnell welken, weshalb ein halbschattiger Standort ideal ist. Wechsle das Wasser täglich, damit die Blumen möglichst lange frisch bleiben.
Alstroemerien sind ebenfalls recht robust und lassen sich wunderbar mit Nelken zu einem gemischten Strauß kombinieren. Ihre langen, schlanken Stiele und zarten Blüten halten sich auch draußen vergleichsweise gut. Auf dem Balkon bleiben sie meist etwa fünf Tage frisch, in Innenräumen häufig bis zu einer Woche.
Gerbera wirken auf den ersten Blick empfindlich, kommen mit leichtem Wind aber besser zurecht, als man vielleicht denkt. Sie sind in vielen Farben erhältlich, darunter Weiß, Orange, Rosa, Gelb und Rot. Im Sommer halten sie sich auf dem Balkon meist etwa drei bis vier Tage.
Schnittblumen verwelken mit der Zeit unabhängig davon, wo sie stehen. Auf dem Balkon kann sich ihre Haltbarkeit jedoch deutlich verkürzen. Stelle deinen Strauß deshalb niemals in die direkte Sonne und hole ihn bei starkem Wind besser ins Haus.
Topfpflanzen sind für eine dauerhafte Balkongestaltung die bessere Wahl und können dich bei guter Pflege viele Jahre begleiten. Achte auf regelmäßiges Gießen und versorge die Pflanzen gelegentlich mit geeignetem Dünger, damit die Erde ausreichend Nährstoffe enthält.
Für eine gelungene Balkongestaltung kombinierst du am besten dauerhaft bepflanzte Töpfe und Balkonkästen mit Schnittblumen. So hast du eine grüne Basis und kannst je nach Jahreszeit immer wieder neue Farben und Akzente hinzufügen.